Long COVID: Sportkardiologische Hilfe in Regensburg oder Straubing finden – mit sicherem Stufenplan zurück zum Sport

Warum sportkardiologische Unterstützung bei Long COVID wichtig ist

Wenn Sie sich nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung weiterhin erschöpft fühlen, bei leichter Belastung außer Atem geraten oder Ihr Herz beim Aufstehen zu rasen beginnt, befinden Sie sich in guter Gesellschaft. Viele Menschen kämpfen mit den Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, die Mediziner als Long COVID bezeichnen.

Zu den häufigsten Beschwerden, die das Herz-Kreislauf-System und die Lunge betreffen, gehören anhaltende Luftnot bei Belastung (medizinisch Belastungsdyspnoe genannt), verstärktes Herzpochen oder Herzrasen (Palpitationen), unerklärliche Brustschmerzen sowie ein deutlicher Leistungsabfall schon bei geringer körperlicher Aktivität. Viele Betroffene berichten zudem von Schwindel, besonders beim Aufstehen oder bei körperlicher Anstrengung.

Ein verfrühter oder unkontrollierter Wiedereinstieg in den Sport kann diese Symptome nicht nur verstärken, sondern auch zu ernsthaften Komplikationen führen. Dazu zählen Herzrhythmusstörungen, die Verschlechterung einer möglicherweise vorhandenen Herzmuskelentzündung oder sogar ein Kreislaufkollaps. Letzterer kann besonders bei einer sogenannten Dysautonomie auftreten – einer Störung des autonomen Nervensystems, zu der auch das POTS-Syndrom gehört (posturales orthostatisches Tachykardie-Syndrom, bei dem der Puls beim Aufstehen stark ansteigt). Aus diesem Grund empfiehlt sich vor der Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten dringend eine individuelle sportkardiologische Abklärung.

Warnzeichen: Wann Sie die Belastung sofort stoppen sollten

Bestimmte Symptome sollten Sie als deutliche Warnsignale verstehen. Dazu gehören plötzliches Herzrasen oder ein massiver Pulsanstieg ohne erkennbare Ursache, stechende oder drückende Schmerzen in der Brust sowie Schwindel oder das Gefühl, ohnmächtig zu werden. Auch eine auffällige Erschöpfung oder ein starker Rückfall der Symptome am Tag nach der Belastung sind ernstzunehmende Hinweise darauf, dass Sie Ihre körperliche Aktivität pausieren und ärztlichen Rat einholen sollten.

Wo finde ich sportkardiologische Hilfe in Regensburg und Straubing?

Im Raum Regensburg und Straubing gibt es verschiedene Anlaufstellen für eine qualifizierte sportkardiologische Betreuung. Diese kann sowohl der Abklärung von Beschwerden nach Long COVID dienen als auch einer sicheren Sportfreigabe.

Schritt-für-Schritt-Suche nach Fachärzten

Für die gezielte Suche nach spezialisierten Ärzten stehen Ihnen mehrere hilfreiche Verzeichnisse zur Verfügung. Die DGK-Arztsuche der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie ermöglicht es Ihnen, gezielt nach Ärzten mit sportkardiologischer Qualifikation zu filtern. Wenn der sportmedizinische Aspekt für Sie im Vordergrund steht, bietet sich die DGSP-Arztsuche der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin an. Die KVB-Arztsuche Bayern der Kassenärztlichen Vereinigung hilft Ihnen dabei, Haus- und Fachärzte mit Schwerpunkt auf Long COVID in Ihrer Region zu finden.

Regionale Angebote in Regensburg und Straubing

Neben spezialisierten Praxen wie der Privatpraxis für Kardiologie herz:bewegt, die sowohl in Regensburg als auch in Straubing vertreten ist, stehen Ihnen weitere Anlaufstellen zur Verfügung. Das Universitätsklinikum Regensburg und größere Krankenhäuser der Region bieten teilweise eigene Post-COVID- oder Long-COVID-Ambulanzen sowie sportmedizinische Sprechstunden an. Auch Rehazentren und spezialisierte Physiotherapiepraxen haben sich zunehmend auf die Behandlung von Long-COVID-Patienten eingestellt.

Bei Ihrer Anfrage sollten Sie konkret nach bestimmten Angeboten fragen: Verfügt die Einrichtung über Möglichkeiten zur Belastungsdiagnostik, beispielsweise eine Spiroergometrie (ein Belastungstest, der gleichzeitig Herz, Kreislauf und Atmung untersucht)? Arbeitet das Team interdisziplinär zusammen, also mit Physiotherapeuten, Psychosomatikern oder Lungenfachärzten? Und besitzt das Personal spezielle Expertise in Sportkardiologie oder Sportmedizin?

Herzgruppen, Rehasport und weitere Unterstützungsangebote

Der DOSB-Herzgruppen-Finder hilft Ihnen dabei, von Kardiologen betreute Bewegungstherapiegruppen in Ihrer Nähe zu finden. Rehasport kann Ihnen Ihr Arzt verordnen, und in vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten nach § 44 SGB IX.

Qualitätskriterien für die Auswahl Ihrer Anlaufstelle

Bei der Wahl Ihrer medizinischen Betreuung sollten Sie auf bestimmte Qualitätsmerkmale achten. Dazu gehören Zertifizierungen in Sportkardiologie oder Sportmedizin durch anerkannte Fachgesellschaften wie die DGK oder DGSP. Moderne diagnostische Verfahren wie die Spiroergometrie sollten vorhanden sein, ebenso wie ein interdisziplinär arbeitendes Team aus verschiedenen Fachrichtungen. Transparente Informationen zu Wartezeiten und Abrechnungsmöglichkeiten erleichtern Ihnen die Planung.

Terminvorbereitung

Für Ihren Termin sollten Sie alle relevanten Unterlagen zusammenstellen. Dazu gehören Befunde Ihrer COVID-19-Erkrankung und Ihre Impfnachweise, eine aktuelle Medikamentenliste sowie ein Symptomtagebuch, in dem Sie Schweregrad, Häufigkeit und Dauer Ihrer Beschwerden dokumentiert haben. Auch Informationen zu bekannten Vorerkrankungen oder allergischen Reaktionen sind wichtig.

Diagnostik beim Sportkardiologen: Was wird untersucht?

Eine umfassende sportkardiologische Abklärung beginnt immer mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Krankengeschichte und aktuellen Symptome. Dabei interessiert sich Ihr Arzt besonders für Atemnot bei Belastung, Herzstolpern oder Herzrasen sowie mögliche Hinweise auf ein POTS-Syndrom, wie einen starken Blutdruckabfall beim Aufstehen. Auch über Erschöpfungszustände (Fatigue) oder kognitive Einschränkungen wird gesprochen.

Basisdiagnostik

Die Grunduntersuchungen umfassen ein Ruhe-EKG zur Erfassung von Herzrhythmusstörungen und eine Blutdruckmessung. Laboruntersuchungen geben weitere wichtige Hinweise: Der Troponin-Wert kann auf eine Myokardschädigung (Herzmuskelschädigung) hinweisen, während NT-proBNP bei Verdacht auf eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche) bestimmt wird.

Bildgebung und Funktionstests

Mit der Echokardiographie, einer Ultraschalluntersuchung des Herzens, lässt sich die Struktur und Funktion des Herzmuskels beurteilen. Eine Lungenfunktionsprüfung hilft dabei, pulmonale (lungenbezogene) Ursachen für Ihre Atemnot auszuschließen oder zu bestätigen.

Belastungsdiagnostik

Die Ergometrie oder Spiroergometrie (CPET) analysiert detailliert Ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Belastung. Ein 24-Stunden-EKG zeichnet Ihren Herzrhythmus über einen ganzen Tag auf. Bei Verdacht auf Kreislaufprobleme kommen spezielle Tests wie der Schellong-Test oder eine Kipptisch-Untersuchung zum Einsatz, um beispielsweise ein POTS-Syndrom zu diagnostizieren.

Beratung und Trainingsfreigabe

Am Ende der Untersuchungen erfolgt eine individuelle Beurteilung Ihrer Situation. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob und in welcher Form Sie Sport treiben können und welche Intensität für Sie geeignet ist. Daraus entwickelt sich ein persönlicher Stufenplan, der Ihnen hilft, Ihre Belastung langsam und sicher zu steigern.

Long COVID Sport Stufenplan: Sicher zurück in Alltag und Sport

Ein wissenschaftlich fundierter Stufenplan unterstützt Sie dabei, Ihre körperliche Belastung schrittweise zu erhöhen und gleichzeitig auf die Signale Ihres Körpers zu achten.

Grundprinzipien

Das wichtigste Prinzip heißt Pacing – dabei lernen Sie, mit Ihren Energieressourcen hauszuhalten und Überlastung zu vermeiden. Nach jeder Belastung sollten Sie beobachten, ob innerhalb von 24 bis 48 Stunden neue Symptome auftreten. Die Borg-RPE-Skala (eine Skala zur subjektiven Einschätzung der Anstrengung) hilft Ihnen dabei, Ihre Belastung einzuordnen. Zusätzlich können Sie sich an Herzfrequenzgrenzen orientieren, die beispielsweise durch eine Spiroergometrie ermittelt oder mit einer Pulsuhr überwacht werden.

Stufen im Überblick

Stufe 0: Alltag stabilisieren In dieser Phase konzentrieren Sie sich auf Atemübungen, sanfte Mobilisation und leichte Tätigkeiten im Haushalt.

Stufe 1: Sehr leichte Aktivität Hier sind 5 bis 15 Minuten Spazierengehen mit einer gefühlten Anstrengung von 1 bis 2 auf der RPE-Skala möglich. Achten Sie besonders auf ausreichende Pausen und Nachruhe.

Stufe 2: Leichte Ausdauer Die Bewegungsdauer kann auf 15 bis 30 Minuten ausgedehnt werden. Intervall-Strukturen, bei denen sich Belastung und Erholung abwechseln, haben sich als besonders hilfreich erwiesen.

Stufe 3: Moderate Belastung mit Krafttraining Zweimal wöchentlich können Sie leichtes Krafttraining einbauen, beispielsweise mit einem Theraband oder dem eigenen Körpergewicht. Die gefühlte Anstrengung sollte bei RPE 3 bis 4 liegen.

Stufe 4: Rückkehr zum sportspezifischen Training Jetzt können Sie wieder sportartspezifische Übungen durchführen und die Belastung auf RPE 4 bis 6 anpassen.

Rückschritte und Besonderheiten

Sollten Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Brustschmerz oder verstärkte Erschöpfung auftreten, gehen Sie zurück auf eine niedrigere Stufe. Bei POTS oder anderen Formen der Dysautonomie gelten besondere Empfehlungen: Kompressionsstrümpfe können mechanische Unterstützung bieten, Ausdauertraining sollte zunächst im Liegen oder Sitzen erfolgen, und eine salzreiche Ernährung sowie hohe Flüssigkeitszufuhr sind besonders wichtig.

Unterstützende Angebote in der Region

Rehasport und Herzgruppen

Rehasport kann Ihnen Ihr Arzt nach § 64 SGB IX verordnen. In regelmäßig betreuten Trainingseinheiten werden Sie professionell angeleitet, und die Kosten übernimmt in der Regel Ihre Krankenkasse.

Weitere Maßnahmen

Physiotherapie und Atemtherapie mit Long-COVID-Schwerpunkt können Ihre Genesung unterstützen. Digitale Tools wie Herzfrequenzmonitore, Tagebuch-Apps oder Wearables helfen bei der Dokumentation Ihres Fortschritts. Patientenschulungen vermitteln wichtiges Wissen über Pacing, Ernährung und den Umgang mit Stress. Seriöse Informationen finden Sie bei Patientenorganisationen wie Long COVID Deutschland sowie bei Fachgesellschaften wie der DGK oder DGSP.

So bereiten Sie Ihren Termin vor

Checkliste für die Sprechstunde

Erstellen Sie eine Übersicht Ihrer Beschwerden und deren zeitlichen Verlauf. Bringen Sie Ihre Medikamenten- und Allergieliste mit, ebenso Informationen zu Ihrem COVID-19-Infektionsverlauf. Dokumentieren Sie Ihre sportlichen Vorerfahrungen und führen Sie idealerweise ein Tagebuch über Training, Puls und auftretende Symptome.

Ihre Fragen an den Facharzt

Überlegen Sie sich vorab, welche Fragen für Sie wichtig sind: Welche Diagnostik ist in Ihrem Fall sinnvoll? Welche Sportarten können Sie wieder ausüben? Wie sieht Ihr persönlicher Stufenplan aus? Und wann sollte eine Nachkontrolle erfolgen?

Abrechnung und Kosten

Privatversicherte erhalten in der Regel eine vollständige Kostenübernahme. Gesetzlich Versicherte müssen bei spezialisierten Praxen wie herz:bewegt oft als Selbstzahler auftreten. Für Rehasport und Physiotherapie ist eine Überweisung möglich, die Kosten trägt dann die Krankenkasse.

FAQ: Ihre wichtigsten Fragen zum Thema Long COVID & Sportkardiologie

Wo kann ich in Regensburg oder Straubing gezielt nach sportkardiologischen Anlaufstellen suchen?

Die Arztsuchen der DGK oder DGSP bieten gute Filtermöglichkeiten. Alternativ können Sie direkt spezialisierte Praxen wie herz:bewegt in Regensburg und Straubing kontaktieren.

Welche Qualifikationen sollte eine Praxis für Sportkardiologie aufweisen?

Achten Sie auf Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie oder Sportmedizin, moderne Ausrüstung zur Belastungsdiagnostik und nachweisliche Erfahrung mit Long-COVID-Patienten.

Welche Untersuchungen sind vor der Sportfreigabe nach Long COVID sinnvoll?

Neben der ausführlichen Anamnese und einem Ruhe-EKG sind häufig eine Spiroergometrie, eine Echokardiographie und gegebenenfalls ein Kipptischtest sinnvoll, um belastungsabhängige Symptome richtig einordnen zu können.

Wie funktioniert der Long-COVID-Stufenplan und wie schnell darf ich steigern?

Der Plan gliedert sich in fünf aufeinander aufbauende Phasen. Das Tempo der Steigerung richtet sich nach Ihrer individuellen Symptomstabilität und der körperlichen Reaktion auf Belastung. Ein strukturierter Sporteinstieg ist meist erst nach mehreren Wochen möglich.

Was tun bei Herzrasen, Brustschmerz oder Schwindel während des Trainings?

Stoppen Sie die Aktivität sofort und ruhen Sie sich aus. Bei neuen oder sich verstärkenden Symptomen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Fazit: Individuelle Betreuung als Schlüssel zur sicheren Rückkehr in Bewegung

Long COVID verläuft bei jedem Menschen anders, und entsprechend individuell muss auch der Weg zurück zur sportlichen Aktivität gestaltet werden. Mit fundierter sportkardiologischer Unterstützung können Sie Ihre Belastungsfähigkeit schrittweise wieder aufbauen, dabei Risiken minimieren und Ihre Lebensqualität nachhaltig verbessern.

Nutzen Sie die genannten Arztsuchen und Verzeichnisse für Ihre Recherche, vereinbaren Sie einen Termin zur sportkardiologischen Abklärung in Regensburg oder Straubing und beginnen Sie mit einem individuell angepassten Stufenplan. Bei Warnzeichen pausieren Sie bitte sofort und lassen die Symptome ärztlich abklären.

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